Mit Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé durch Schmargendorf

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Foto: Jenny Schon

Es war die Zeit der Jugendbewegung und der Wandervögel, die 1900 im Steglitzer Rathaus gegründet wurden. Die nebenan liegende ländliche Idylle Schmargendorf erwachte gerade aus ihrem Mittelalterschlaf. Eine Dampfstraßenbahn wurde gegen den Willen der Bauern über den Dorfanger in den Grunewald gelegt, wohin an den Wochenenden die naturhungrigen Berliner strömten.

Nach Schmargendorf waren bereits naturliebende Bürger gezogen, die ein repräsentatives Rathaus planen. In der Villa Waldfriede in der Hundekehlestraße 11 wohnte das Intellektuellenehepaar Andreas-Salomé: er, Friedrich Carl Andreas, Orientalist und sie, Lou Salomé, Schriftstellerin mit beachtlichen Erfolg, eine Berühmtheit durch ihre Freundschaft mit Friedrich Nietzsche. Beide stammten aus Petersburg und waren Anhänger der neuen Naturbewegung.

In München hatte sich Lou Salomé der junge Prager Dichter Rainer Maria Rilke genähert. Es entwickelt sich eine amour fou und er folgte ihr nach Berlin. Sie lebten in Schmargendorf eine Ménage à trois, genossen die Natur, die vor der Haustür begann, fütterten Rehe und ergingen sich barfuß, wie Lou in ihren Erinnerungen schreibt. Rilke verfasst die weltberühmte Erzählung über den Cornet Christoph Rilke

Bei meiner Führung bewegen wir uns auf den Spuren von Lou und Rainer durch Schmargendorf.

Veranstalter

Jenny Schon

Stadtführung durch Schmargendorf auf den Spuren von Rainer Maria Rilke

Ort
vor der Dorfkirche Schmargendorf, Breite Straße, Bus 249, 186.
Termin
01.04.2024, 14:00 Uhr – 16:00 Uhr
Kategorien
  • Kunst und Kultur
  • Führung
  • Im Grünen
Preis
15 Euro
Anmeldung

Veranstaltungsort